Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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tenbach zu verbrennen. Schärtlin hatte aber daſſelbe beſetzt und das Landvolk bewaffnet, ſodaß mehrere Herren ſeiner Nachbarſchaft den Kaiſer baten, von dem Zuge abzuſtehen, weil er über die ganze Gegend ent⸗ ſetzliches Unglück bringen werde. Denn der unbeugſame Kriegsmann hatte dem Biſchofe von Augsburg gedroht, für jedes Haus, das man ihm verbrenne, ein Dorf zu verbrennen und für einen Markt ſein ganzes Bisthum wüſt und eben zu machen. Er war der Mann dazu, Wort zu halten, und ſelbſt ein Mordverſuch, der auf ihn zur Nachtzeit in ſeinem Zelt gemacht wurde, ſtimmte ihn nicht nachgiebiger in ſeiner Haltung.

Da trafen Nachrichten beim Heere der Verbündeten ein, welche dem Kriege eine andere Wendung gaben. Der Kaiſer hatte ſich längſt mit der anſehnlichen Macht vereinigt, welche ihm der Graf von Büren, durch ge⸗ ſchickte Märſche den gegen ihn geſandten feindlichen Schaaren ausweichend, aus den Niederlanden zugeführt hatte. Jetzt ſtellte auch der König Ferdinand in Böh⸗ men an der ſächſiſchen Grenze ein Heer auf, deſſen Befehlshaber der Statthalterſchaft in Sachſen einen Abſagebrief ſchickte; vorzüglich aber bedrohte den Kur⸗ fürſten ſein eigener Vetter Moritz, der ſich anſchickte, als offener Verbündeter des Kaiſers die Acht an ihm zu vollſtrecken. Seine Länder zu retten, forderte der

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