Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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abgemüßigt hatte, ließ bei dieſem eine angenehme Erin⸗ nerung zurück; es war ihm immer, wenn er mit Ka⸗ tharina geſprochen hatte, zu Muthe, als habe er eine friſche Bergluft geathmet oder von ſonniger Höhe einen weiten Blick über das Land gethan. So äußerte er ſich heute gegen ſeine Frau, die in ſein Lob einſtimmte. Ich wollte, ich könnte Euch ſo mit Rath und That zur Seite ſtehen, wie Katharina ihrem Mann geſtanden hat ſagte die Gräfin Eliſabeth mit einer beſcheidenen Anerkennung fremder Vorzüge, wie ſie bei Frauen nicht allzuoft gefunden werden mag.Aber ich kann nichts thun, als Freud und Leid getreulich mit Euch theilen. Fragt nur, wenn Euch irgend Zweifel und Beſorgniſſe entſtehen, Katharina um Rath, ſie kann darin die klügſten Männer wie an Muth die herzhafteſten be⸗ ſchämen.

Am folgenden Tage verließ Graf Günther mit ſeiner Gemahlin und den Herren ſeines Hofes, die er hier getroffen hatte, die Heidecksburg, um nach Arnſtadt zurückzukehren, wo ſeiner Entſcheidung Manches harrte, das während ſeiner Abweſenheit unerledigt geblieben war. Ein Theil der Hochzeitsgäſte folgte bald ſeinem Beiſpiele, auch das junge Ehepaar reiſte nun nach ſeinem Schloſſe Eiſenberg bei Korbach ab, und wer auch die Gaſtfreiheit auf der Heidecksburg gern noch