Teil eines Werkes 
2. Bd. (1868)
Entstehung
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den im Landtagsabſchiede auch nichts weiter geſagt, als daß ſie ſich in gute Bereitſchaft ſetzen ſollten, um dem erſten Aufgebot ſofort zu Fuß und zu Roß Folge zu leiſten. Das ließ ſich auf verſchiedene Weiſe deuten, und Herzog Moritz, ſo jung er war, hatte eine Ver⸗ ſchloſſenheit, daß ſelbſt ſeine vertrauteſten Räthe nie eine Einſicht in ſeine Abſichten und Pläne erlangten. In⸗ deſſen wußte man doch und es war auch dem Grafen von Schwarzburg mehrfach beſtätigt worden, daß er aus Regensburg, wo der Kaiſer noch Reichstag hielt, im beſten Vernehmen mit dieſem abgereiſt war, mit ſeinem Vetter, dem Kurfürſten, dagegen erneute Zwiſtigkeiten hatte. Beide gehörten zum Schmalkaldiſchen Bunde, es war jedoch immer möglich, daß ſich Moritz von dieſem trennte und auf die Seite des Kaiſers trat, wie auch der Kurfürſt von Brandenburg von dieſem gewonnen ſein ſollte. Ob der Kaiſer, wie Manche be⸗ haupteten, ſchon mit dem längſt gefaßten Entſchluß loszuſchlagen nach Regensburg gekommen ſei, darüber wurde an der Tafel viel und heftig geſtritten und iſt auch noch lange geſtritten worden. Graf Günther bezweifelte es und gewiß mit Recht.

Wenn es aber losgeht, rief ihm gegenüber der alte luſtige Graf von Henneberg,wie wollt Ihr Euch denn aus der Klemme ziehen? Eure Liebden ſind, ſoviel

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