Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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innerung an jenen furchtbaren Tag in ſeinen Zügen auf. Er ſagte aber:Rühmt mich nicht! Jeder Diener des Herrn, ſelbſt jeder tapfere Kriegsmann würde ge⸗ than haben wie ich. Es galt ja nur mir und brachte ſonſt Niemand Gefahr, hier aber ſtand die Sicherheit der Kirche auf dem Spiele!

Großvater, da iſt die Adelheid! ließen ſich hinter beiden die hellen Knabenſtimmen vernehmen und Aquila ſtand raſch auf, ſich umzuſchauen.

An der Seite der Frau von Ehrenſtein nahte ſich ein bleiches Mädchen, deſſen Erſcheinung ſelbſt auf den geiſtlichen Herrn, der für Frauenſchönheit ſonſt nicht empfänglich war, einen ungewöhnlichen Eindruck machte. Die Geſtalt, die er ſah, war nicht hoch ge⸗ wachſen, noch minder dem Auge durch einen beſondern Reiz der Formen anſprechend, aber ihr Antlitz, das gleich den erſten Blick unwiderſtehlich feſſelte, konnte idealiſch ſchön genannt werden. Vom reinſten Oval mit edlem griechiſchen Profil, hoch die Stirn und klar, ihr entſprechend die ruhigen dunklen Augen, über welchen ſich feine, regelmäßig gezogene Brauen tief⸗ ſchwarz, wie das glattgeſcheitelte Haar, auf der Lilien⸗ weiße der Haut ſchön abzeichneten, die Züge ſtill und fromm, nur um den keuſch geſchloſſenen Mund jener ſchmerzliche, dem Seelenkenner nicht zu verhehlende