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Er wollte doch hinter die Sache kommen, weshalb ihm heute die Thür gewieſen war, wenn er es auch nicht wagen durfte, noch einmal anzupochen. Darum wartete er auch den Pfarrer nicht ab, wie er zuerſt gewollt
hatte, er mußte ſich gar nicht mehr zeigen.
Von der Höhe des Vorplatzes war die Ankunft des Erwarteten nun auch bemerkt worden, obſchon im Thale bereits die Schatten des Abends lagen.„Da iſt er endlich!“ ſagte Ehrenſtein und warf noch einen flüchtigen Blick in der andern Richtung, wie er ſchon mehrfach gethan hatte.„Die Anne kommt wohl heut' nicht mehr! Sie wird zu ſpät nach Hauſe gekommen ſein! Daß ſie den argen Schelm alſo doch bei ſich gehabt hat— ſiehſt Du, Gretel, ich habe immer Recht.“
Frau Margarethe war auch unter die alte große Linde gekommen, welche vor dem Thore ſtand und eine Steinbank beſchattete, auf der das greiſe Ehepaar oft die Sommerabendſtunden in traulichem Geſpräch ver⸗ brachte, während die Enkel, ihrer frühverſtorbenen Tochter Kinder, um die Großältern ſpielten und ſich balgten.
„Du haſt immer Recht, Velten, wenn Du Dich nicht geirrt haſt“ erwiderte die Frau mit gutmüthigem Lächeln.„Mit der Adelheid haſt Du nicht Recht; es war ganz unnöthig, daß Du nach der alten Anne


