Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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gehört hatte, und Gosmar fühlte ſich dadurch tief ge⸗ kränkt.„Ihr habt mich vergeſſen und verachtet mich jetzt“ ſagte er vorwurfsvoll.

„Ich habe nicht vergeſſen, daß Du mir einſt treu und freundlich geweſen biſt, daß ich Dir Manches verdanke“, erwiderte Günther.„Aber Du haſt mich freiwillig verlaſſen, und ich, Gosmar“, ſetzte er mit tiefem, aus der Bruſt klingendem Tone hinzu,„ich habe von Allem, was meine Jugend berührt, auf ewig Ab⸗ ſchied genommen! Geh denn im Vertrauen auf Gottes Gnade, wenn Du nicht blos mit leeren Worten ſo ge⸗ ſprochen haſt, Deinen Weg und nimm von mir eine Beihülfe an, die ich Dir gern biete.“

„Meint Ihr, ich habe Euch rufen laſſen, um Euch anzubetteln?“ rief Gosmar, deſſen Bläſſe einer miß⸗ farbenen Röthe gewichen war.„Ich ſtehe zwar hier faſt ſo nackt, wie ich auf die Welt gekommen bin, denn ſie haben mir, als ſie mich fortſchleppten, Alles ge⸗ nommen, aber lieber würde ich verhungern am Wege, als mir, wie einem Bettelmann, einen Kreuzer von Euch vor die Füße werfen laſſen.“

„Du thuſt mir Unrecht, ich meinte es gut“, ſagte Günther.„In meinem Entſchluß kann ich nichts ändern, den ändere ich nie. Willſt Du aber einen Rath von mir hören, ſo verlaſſe das Land ſobald als möglich,

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