Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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Dorfe für Sie beſtellt haben, daß es Ihr Jemand ſagt.“

„Es iſt gut!“ verſetzte ſie.„Aber was ich Dir ge⸗ ſagt habe, dabei bleibt's. Deinen Junker habe ich nicht gefunden, der kommt alſo nicht; geh Deiner Wege und ſieh, wie Du Dir weiter hilſſt, ob Du Deinen Landgrafen wieder gut machen kannſt oder einen andern Herrn findeſt, wenn Du nicht gar auf eigene Fauſt das Handwerk wieder aufnimmſt, das Du mit dem Münzer getrieben haſt.“

„Den Münzer ſchelte Sie nicht, Mutter Anne! Das war ein ſtudirter Mann, mit dem der Landgraf, als er ihn gefangen bekam, ſelbſt ſeine Noth hatte, ihm aus der Bibel ſeine Sünden zum Gewiſſen zu führen. Was ſoll ich's gegen Sie leugnen— ja, ich bin mit bei Frankenhauſen geweſen! Wenn die Bauern, ſtatt geiſt⸗ liche Lieder auf ihrer Wagenburg zu ſingen und ſich für kugelfeſt zu halten, mit Spieß und Schwert drauf gegangen wären, hätte die ganze Geſchichte vielleicht ein anderes Ende genommen und ich könnte mir ſelbſt Knechte halten, ſtatt daß ich einen argen Herrn mit dem andern vertauſchen muß.“

„War etwa Graf Heinrich ein arger Herr für Ihn?“ rief die alte Frau, die durch ſein Geſtändniß aufs neue gegen ihn aufgebracht war.„Was hat