Teil eines Werkes 
1. Bd. (1868)
Entstehung
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keine Gewiſſensbiſſe! Noch kürzlich hatte ihm der Hof⸗ meiſter aus einem dicken Buche von Sebaſtian Frank vorgeleſen von dieſem„Niemand nützen Volk, das, wenn auch der Teufel Sold ausſchriebe, ihm zu⸗ ſchneien würde wie die Fliegen im Sommer!“

„Ihr geht an den Hof des Kaiſers, vielleicht auch mit in das Feldlager“, fuhr der Kriegsmann fort.

„Will's Gott! Will's Gott!“ unterbrach ihn der Jüngling freudig, indem er ſich nun vom Raſen erhob.

„Da ſehen wir uns vielleicht wieder!“ ſprach der Fremde.„Lebt wohl, Graf Günther von Schwarzburg!“ Jetzt reichte er ihm, alle Rückſicht auf die vornehme Geburt des jungen Herrn vergeſſend, die Hand und ſah mit beſonderer Aufmerkſamkeit nochmals das blut⸗ rothe Mal an, das in Geſtalt eines Kreuzes in der Handfläche des Jünglings zu erkennen war. Das Kreuz, wenn es auf einen künftigen Kriegshelden deutete, konnte nur einen Streiter für den Glauben an⸗ kündigen!

„Auf Wiederſehen, mein Namensbruder!“ ſagte der junge Graf und gab endlich den flehenden Mienen ſeines Hofmeiſters nach. Als hinter beiden die Zweige des Ge⸗ büſches wieder zuſammengeſchlagen waren, ſtand Günther