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ſeines Innern verrieth.„Ich dachte nur, daß Ihr doch in jungen Jahren ein Kriegsmann geweſen ſein müßt, da Ihr ſagtet, Ihr brauchtet nicht mehr in die Schlacht zu reiten.“
„Ich brauchte es auch früher nicht, mein Häuſel iſt ein Sonnenlehn! Wißt Ihr, was das iſt?“
„Ich habe mit Lehen nichts zu thun, bin ein freier Mann!“ erwiderte der Fremde.
„Recht ſo! Nun, das bin ich auch, brauche Niemand Dienſt oder Abgaben zu leiſten für mein Erbgut; das heißt eben ein Sonnenlehn, weil man Niemand über ſich hat als Gottes Sonne!“
In den Worten wie in dem Klange derſelben mochte etwas liegen, das den Fremden anſprach, denn ſeine Augen ſtrahlten in ſtolzem Feuer auf, während er den langen Stab, auf den er geſtützt ſtand, kräftig ſchüttelte.„Ihr ſeid alſo auf Eurem eigenen Zaum auf Gottes freie Straße ausgeritten?“ entgegnete er.
Der Alte lachte wiederum.„Ich verſtehe Euch!
Ihr meint, in die Schlacht gegen reiche Krämer und
Meßfahrer von Leipzig oder Naumburg!“ rief er, in⸗ dem er ſich auf den Schenkel ſchlug.„Nein, guter Kriegsmann, dieſe adlige Mode hat der alte Valentin nicht mitgemacht, obgleich er ſchon manches Jahr die
Sporen trug, ehe Kaiſer Max den Landfrieden ver⸗ 2*


