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„Nach Wildenitz wirſt Du uns aber noch beglei⸗ ten!“ ſagte er.
Karl wies die Unmöglichkeit nach— er war von Allem unterrichtet, was ſich ſeit dem Frieden in der Familie zum glücklichſten Einverſtändniß geſtaltet hatte, aber ſeine Zeit war gemeſſen und er konnte nicht daran denken, ſich einer ſo weiten Reiſe, welche obenein erſt in drei Wochen Statt finden ſollte, anzuſchließen.
„Bringt meinem Vetter den beſten Gruß, den aufrichtigſten Handſchlag und Glückwunſch!“ ſprach er mit einer Bewegung, deren tiefern Grund ſelbſt die Mutter nicht ahnte und niemals erfahren hat. In ſeine Bruſt verſchloß er bis an das ſpäte Ende ſeines ein⸗ ſamen Lebens, daß er die Jungfrau im fremden Lande, welche ihr Herz dem Vetter zugewandt, mit heißer ver⸗ borgener Leidenſchaft geliebt hatte! Niemand hat je von ihm erfahren, was er gefühlt, als er zu mitter⸗ nächtlicher Stunde an Wanda's Gruft geführt wurde und wenn er ſich nicht entſchließen konnte, ſelbſt auf den Wunſch der Königin nicht, ſich eine Gattin zu wählen, ſo mußte die Welt ſich damit begnügen, daß ſeine Narbe den Vorwand dazu abgab, welche nur
Abſcheu, nicht Liebe erregen könne.— Der Mutter war es bekannt, daß er ſeinem Vetter Friedrich gegrollt, weil er ihn im Verdacht gehabt, mit dem Herzen


