— 8⁸
L—
3
müſſe, um hier nicht wie in einer Sackgaſſe, von feindlicher Uebermacht vernichtet zu werden; doch begab er ſich in Perſon nach Fünen, wo ſich ſchon der Be⸗ völkerung ein paniſcher Schrecken bemächtigt hatte, ſo daß viele Einwohner, wie vorher die Jütländer, mit ihren beſten Habſeligkeiten die Flucht ergriffen, um auf Seeland eine letzte Zuflucht zu ſuchen. Auf der Inſel Fünen war freilich kein feſter Platz zur Vertheidigung vorhanden; die Werke von Wyborg hatte man ver⸗ fallen laſſen, weil man niemals an die Möglichkeit gedacht, daß das Inſelreich ſelbſt angegriffen werden könne Der König glaubte auch jetzt noch nicht, daß ſein Gegner es wagen werde, einen Angriff zu ver⸗ ſuchen, aber er wollte der Bevölkerung durch ſeine Ge⸗ genwart wieder Vertrauen einflößen und hier Streit⸗ kräfte ſammeln, um jeden günſtigen Augenblick zum Wiederergreifen der Offenſive zu benutzen, wenn Karl Guſtav, wie er meinte, den Rückzug aus Zütland und Schleswig antreten werde. Darum verſtärkte er die Truppen, welche auf der Inſel Fünen ſtanden, durch Zuzug aus Schonen vom ſcandinaviſchen Feſtlande und ließ auch an den Vefeſtigungen von Whborg fleißig arbeiten War der Schwedenkönig tollkühn genug, Alles auf einen Wurf zu ſetzen und trotz der Feinde, die ihn von andern Seiten bedrohten, eine Landung auf 1


