Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Zuverſicht, welche die Mutter ſo willig beſtätigt hatte, in ihr nicht von Neuem erſchüttert ſei. Friedrich glaubte nun, ſeiner Pflicht genügt zu haben und ſein Vater, der von der Bedeutung nichts ahnte, welche dies Ge⸗ ſpräch haben konnte, brach es ziemlich gewaltſam ab, um von andern, als vergangenen Dingen zu reden. Er wollte wiſſen, was nun der Kurfürſt thun, ob er ſich neutral verhalten oder ſeine Truppen zu den Polen ſchicken werde, um mit dieſen gemeinſchaftlich gegen die Schweden zu kämpfen; Fragen, worauf Fritz natürlich keine Antwort geben konnte. Es entwickelte ſich darauf zwiſchen den Männern eine lebhafte Beſprechung der ſchwebenden Verhältniſſe, an welchen die Frauen ſich nicht betheiligten. Ebba wurde bald abgerufen und ihre Tochter folgte ihr.

Er hat kein reines Gewiſſen, Mutter! war Erika's erſtes Wort, als ſie mit ihr allein war Sie ſprach es tonlos, mit bebender Stimme.

Das wolle Gott verhüten! Du thuſt ihm Un⸗ recht und ich werde Dich heut noch beſchämen! erwiederte die Mutter liebevoll. Es fand ſich aber keine Gelegenheit mehr dazu, denn Friedrich konnte nicht länger verweilen, der Urlaub, der ihm nur kurz zugemeſſen worden, war abgelaufen und er mußte ſcheiden.