Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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Detlev verſicherte, noch vor dem Walde in dem letzten Dorfe reichlich gegeſſen zu haben, aber ſchon war, noch ehe der Hausherr ſeine Frau gemahnt, der Tiſch gedeckt worden und die Magd trug eine dam⸗ pfende Schüſſel herein. Er that denn trotz ſeiner Ver⸗ ſicherung dem ſchmackhaften Gericht, das der Wirthin, wenn ſie es bereitet hatte, zum Lobe gereichte, alle Ehre an. Die Frau, gegen welche er ihrer ſchwediſchen Ab⸗ kunft wegen ein gewiſſes Vorurtheil gehegt hatte, ge⸗ fiel ihm immer mehr; man ſah ihr ſo gar nicht das Kind des Lagers an, das ſie doch geweſen war, ſie hatte etwas Züchtiges und Beſcheidenes, welches Det⸗ lev, der auf Sitte hielt, beſonders für ſie einnahm, dabei aber that ſie ſo kluge und verſtändige Aeußerun⸗ gen, wenn ſie in das Geſpräch gezogen wurde, daß es den Schwager oft in Verwunderung ſetzte. Erika, wie ſich gebührte, war nur eine ſchweigende Zuhörerin, doch konnte Detlev an ihrer Miene und manchem ſchnellen Aufblick ihrer braunen Augen wahrnehmen, daß ſie mit dem größten Antheil zuhörte; es waren ja Erinnerungen aus der Zeit ihrer Großeltern von de⸗ nen ſie noch ſo wenig wußte.

Der Abend brach ein, ehe ſie ſich deſſen verſahen.

Barnim ſchlug ſeinem Bruder noch einen Spaziergang

an das Ufer des Sees vor und Frau Ebba, von dem 2*