rſt er ut zu zu m er
11
„War polniſches Lehn. Gewalt geht vor Recht, durch die Eroberung von Polen war Karl Guſtav der Herr und Dein Churfürſt hat ihn als ſolchen aner⸗ kannt, indem er von ihm Preußen zu Lehn und dann ebenſo die Souveränetät von ihm annahm. Freilich iſt damit die Verpflichtung für den König gelöſt, ihm bei⸗ zuſtehen, wenn er in Fährniß gerathen ſollte, denn das hat nur der Vaſall von ſeinem Lehnsherrn zu fordern — hätte ſich der Churfürſt deſſen verſichern wollen, ſo hätte er die ihm gebotene Souveränetät ausſchlagen müſſen. Womit ich aber nicht geſagt haben will, daß der König ihn im Stich laſſen wird, wenn ihn etwa ein Kriegsgeſchrei des Dänen von dort abrufen ſollte — dann wird er ſchon eine genügende Heerſchaar draußen laſſen, damit Schweden und Brandenburger vereint den Polen die Spitze bieten können. Der alte Hatzfeld, der die Kaiſerlichen vor Krakau commandirt, macht ja doch keinen rechten Ernſt.“
„Du biſt erſtaunlich ſpitzfindig, Barnim,“ verſetzte Detlev.„Haſt ſo tiefe Studien in der Politik gemacht, daß einem ehrlichen Pommern dabei ganz drehend im Kopf wird— Dort müſſen wir herauskommen, nicht ſo?“
Er zeigte gegen eine lichte Stelle, die ſich vor ihnen im Walde öffnete Sie waren bei ihrem Mei⸗


