Teil eines Werkes 
1. Theil (1862)
Entstehung
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ein breitſchultriger Mann von mittlerm Alter, beide Pferde und ſetzte ſich dann in einiger Entfernung von Jenem nieder. Es währte nicht lange, ſo übte die Stille des Hochmittags, welche in der ganzen Natur

waltete und die kühle Waldluft ihren Einfluß und der

Sitzende hörte die tiefen Athemzüge ſeines Herrn zu einem immer lauter werdenden Schnarchen ſich ſteigern. Ihm ſelbſt fiel der Kopf ſchon mehrmals auf die Bruſt, daß er ſchreckhaft wieder auffuhr, endlich faßte er ſich kurz, ſchlang den Zügel des einen Pferdes durch den des andern, wie er es im Reiterdienſte jüngerer Jahre gelernt hatte und band ſich den letztern feſt an das Knöchelgelenk über den weichen Stiefel; dann kreuzte er die Arme, lehnte ſich an den Baumſtamm zurück und ſchlief nun ebenfalls feſt ein. Die Pferde ſtanden ruhig mit geſenkten Köpfen, ſuchten trotz des Ge⸗

biſſes ein Paar Grashalme abzureißen und ſchnarchten

von Zeit zu Zeit ſelbſt behaglich auf.

Wie lange die beiden Männer geſchlafen haben mochten, war zweifelhaft; der Knecht erwachte von ei⸗ nem gewaltigen Ruck am Fuß und fah ſich gleich dar⸗

auf von den Pferden eine Strecke geſchleift; zum Glück ſtanden die Bäume hier ſo weitläufig, daß ihm kein Schade geſchah, ſonſt hätte er zerſchmettert werden

können, ehe ſein Herr ihn rettete. Dieſer war gleich⸗