Teil eines Werkes 
4. Bd. (1860)
Entstehung
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Allem zu unterrichten, ſonſt hätte ich vielleicht überwältigt von dem erſten Eindrucke des Unerhörten ebenfalls die paſſende Haltung verloren, durch welche allein es mir möglich wurde, die Unglückſelige wieder in die Schranken der Schicklichkeit zurückzuführen. Wie das geſchehen iſt, will ich Ihnen nicht weitläufig ſchildern, Sie können überzeugt ſein, daß ich das Rechte gefunden habe. Hier verſchwieg die Gräfin allerdings, was ſie ungern geſtanden haben würde, daß Cajetana auch gegen ſie den Muth des Unglücks, der nichts mehr fürchtet, weil er nichts mehr zu verlieren hat, ſtandhaft bewahrt, ja eine Zeitlang ſelbſt ihren Befehlen getrotzt hatte, bis es ihr gelungen war, die zartern Stellen zu finden, wo Cajetana zugänglich war.

Meine erſte Frage an den Arzt war, ſetzte ſie dann ihre Erzählung gegen den Zuhörer, der ſich hütete, ſie zu unterbrechen, ruhiger fort,ob der Verwundete nicht in ſeine Wohnung geſchafft werden könne, da ich ihn nicht gern in meinem Hauſe behalten möchte. Seine Ant⸗ wort lautete entſchieden: Nein! Die Wunde ſei höchſt ge⸗ fährlich, der ſtarke Blutverluſt habe ihn dermaßen ent⸗ kräftet, daß er einen Transport nicht aushalten, ſondern davon unfehlbar ſterben werde. Ich war alſo zu meinem höchſten Leidweſen gezwungen, ihn in meinem Hauſe pflegen zu laſſen. Beurtheilen Sie mich nicht falſch, Karl!