„Er hat dem franzöſiſchen Geſandten, dem Villars, heftig angelaſſen, daß nur die Ränke Frankreichs dieſe Erbſchleicherei durchgeſetzt—“
„Recht ſo, recht ſo!“ ſchrieen ſie.„Es muß noch beſſer kommen!“
„Iſt ſchon geſchehen!“ rief ein Anderer überlaut. „Im Theater hat der römiſche König den Degen gegen den Franzmann gezogen, und wenn ihn die Königin nicht abgehalten hätte—“
Ein wilder Jubel des Beifalls erſtickte die weitere Rede, und gleich darauf folgte ein donnerndes Lebehoch auf den jungen Fürſten, zum Beweiſe, wie ſehr kräftiges Thun immer der Zuſtimmung des Volkes gewiß iſt. Niemand zweifelte an der Wahrheit dieſer Geſchichte, und doch war ſie entſtellt; König Joſeph hatte nur gegen ſeine Gemahlin, indem er die Hand an den Degengriff legte, mit einem Blicke auf den entfernt ſitzenden Geſandten des Königs von Frankreich geäußert: Ich wollte, wir gingen den Franzoſen gleich zu Leibe! Ein Page oder ſonſt Jemand von der Hofdienerſchaft mochte dieſe halblaute Aeußerung gehört und weiter erzählt haben, worauf ſie die entſtellte Faſſung gewonnen hatte.
Da wurden die Thorflügel des Stahremberg'ſchen Palais geöffnet, und der wohlbekannte Wagen, in wel⸗ chem der Hofkriegsrathspräſident zu den Sitzungen des


