Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Die Königsegg lachte ſehr über dieſe ausführliche Darlegung.Wer könnte daran zweifeln, ſagte ſie, daß mein gewiſſenhafter Freund fern davon iſt, die Hand im Spiele zu haben? Weiß ich es denn nicht, wer meinen ungerathenen Herrn Sohn zum Faſching nach Wien ein⸗ geladen und durch die Ausſicht, mit der Gräfin Trautſon ein Paar zu bilden, vor Allem zur Herkunft zu bewegen geſucht hat? Karl Fidelis ſcheint gar nicht geahnt zu ha⸗ ben, daß dieſe Einladung mit Wiſſen und Willen des rö⸗ miſchen Königs geſchehen iſt, ſonſt müßte er ſie ja für einen Befehl genommen haben, welcher alle Rückſichten auf den Dienſt bei den Truppen aufhebt. Ich bin recht böſe auf ihn, und Ihre Gemahlin hat das vollſte Recht, es ebenfalls zu ſein. Ich wenigſtens würde das niemals verzeihen.

Trautſon lehnte das für ſeine Frau ab und entſchul⸗ digte den Freund, welcher bei der ernſt drohenden Zukunft nichts verſäumen wolle, um die kaiſerlichen Waffen in kriegstüchtigen Stand zu ſetzen, wozu er, als General⸗ adjutant, wohl grade jetzt mit allen Kräften mitzuwirken habe.

Bei einem Manne mag das zur Entſchuldigung ausreichen, verſetzte die Gräfin,bei einer Dame nie⸗ mals. Aber Ihre Gemahlin denkt vielleicht milder. Ueber⸗ laſſen wir den Frevler ſeinem Schickſale, vielleicht läßt

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