„Er hat ſich nur mit dem äußerſten Widerſtreben in das Unabwendbare gefügt, und Wratislaw bereitet ihm gewiß noch harte Prüfungen vor, ſowohl was ſein Coſtüm, als die ihm zugedachte Dame betreffen wird.“
„Welche Dame iſt das?“ fragte die Gräfin ſchnell.
„Ich weiß es nicht,“ erwiederte Trautſon.„Es iſt auf keinen Fall ſchon etwas darüber beſtimmt, da, wie Sie wiſſen, der Form mit dem Looſen genügt werden muß und dies noch nicht geſchehen iſt.“
Die Gräfin beſann ſich eine kleine Weile, dann ſagte ſie mit dem bittendſten Blick ihrer ſchönen Angen:„Ver⸗ ſchaffen Sie mir die Ehre, des Grafen Cronberg Dame zu ſein.“
„Aber gnädigſte Gräfin,“ fragte er erſtaunt,„war denn nicht ſchon Ihre Hand zugeſagt, und wird es Ihrem Cavalier gleichgültig ſein, wenn ihm auf einmal dieſelbe wieder entzogen wird?“
„Sehr gleichgültig, Graf Leopold! Eine alte Frau, bedenken Sie doch. Uebrigens werde ich ſchon die Mühe auf mich nehmen, ihn mit ſeinem harten Schickſal zu ver⸗ ſöhnen. Nehmen Sie nur Rückſprache mit dem Ceremo⸗ nienmeiſter, und ſagen ihm meinen Wunſch, mit dem Grafen Cronberg zu erſcheinen. Das Coſtüme iſt mir gleich— nur kein jugendliches, daß wir nicht lächerlich werden. Jude und Jüdin, was meinen Sie? Einen


