Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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ſagte Trautſon.Sie hat mir einmal ihr Vertrauen ge⸗ ſchenkt, ich will es rechtfertigen. Glaubſt Du, daß ſie nun die Maske ihres Schützlings ganz fallen laſſen wird?

Das glaube ich nicht, erwiederte ſie.Die Kö⸗ nigsegg hat das Spiel zu kühn begonnen, um die Karten ſo plötzlich hinzuwerfen. Doch wer kann ihre Abſichten durchſchauen? Sie blickte ihren Mann einen Mo⸗ ment ſchalkhaft lächelnd an, dann ſagte ſie:Wenn Du ein anderer Mann wärſt, Leopold, würde ich Dir nicht zureden, jetzt gleich zu der Gräfin zu gehen. Aber ſo verſäume die Zeit nicht.

Es war noch eben in der letzten ſchicklichen Viertel⸗ ſtunde, einer Dame ſeinen Beſuch zu machen, als Graf Trautſon ſich in Gumpendorf bei der Gräfin Francesca anmelden ließ. Sie empfing ihn mit gewohnter Anmuth, welche jeden Schein von Koketterie ſorgſam mied.

Ich bringe Ihnen eine Nachricht, welche ich Graf Wratislaw verdanke, ſprach er, nachdem er ihr gegen⸗ über Platz genommen hatte.Der Reichsgraf von Cron⸗ berg iſt in Wien, Sie werden ihn bei der Hofwirthſchaft ſehen.

Iſt das möglich? rief die Gräfin, und ihr leicht erregbares Blut färbte unter dem Einfluß raſch ſich drän⸗ gender Gedanken ihre Wangen mit einer lebendigen Röthe.

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