Teil eines Werkes 
3. Bd. (1860)
Entstehung
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Heimwege, wenn ich geahnt hätte, daß ich hier eingefan⸗ gen werden ſollte.

Eingefangen! Wenn Sie als beſondere Auszeich⸗ nung eine Einladung zu dem kaiſerlichen Feſte erhalten!

Sehr dankbar für die Ehre, aber ſie geht mir an das Leben! Gibt es denn gar kein Mittel2

Wollen Sie ſich verdächtig machen, als wüßten Sie die Ehre nicht zu würdigen? Sich krank ſtellen etwa oder gar heimlich aus Wien entweichen? Schämen Sie ſich, Graf Cronberg! Was, ein Mann in Ihren Jah⸗ ren, kräftig, ſtattlich von Figur, fürchtet ſich vor einigen Stunden der angenehmſten Leibesübung, ich meine Tanzen?

Laſſen Sie mich aus, um Gotteswillen! Ich hab' nicht getanzt, ſeit ich ein kleiner Bube geweſen! Mir geht die Ruhe über Alles! Die kaiſerlichen Herrſchaften, das Gedränge, die Lichter und die Hitze, die vielen Frauen⸗ zimmer, die es noch heißer machen

Ach ja! Schöne Damen können einem Manne ſchon warm um das Herz machen, Herr Nachbar! lachte Wratislaw.Aber das iſt keine unangenehme Empfin⸗ dung! Stöhnen Sie nicht ſo entſetzlich! Sie werden ſich ſelbſt davon überzeugen, und ich wette, wenn wir uns in der Favorita begegnen, ſo geſtehen Sie mir nach weni⸗ ger als einer Stunde, daß Sie ſich wohl befinden. Am