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„Ich berühre die Sache nur, weil ich ſo eben davon in Kenntniß geſetzt worden bin, und hoffe, daß ſie damit ab⸗ gemacht iſt. Weshalb ich Sie rufen laſſen wollte, hat einen andern Grnnd. Ich habe einen Auftrag für Sie, den Sie gewiß gern erfüllen werden— er betrifft mein kleines Gut bei Salzburg. Ich werde Sie bitten, eine Reiſe dorthin zu unternehmen und Einiges für mich ein⸗ zurichten, das ich Ihnen am Beſten anvertrauen kann. Die Jahreszeit hat für Sie, wie ich weiß, kein Bedenken, Sie ſollen mit aller Bequemlichteit, und wie ſich von ſelbſt verſteht, in Begleitung eines zuverläſſigen Dieners reiſen.“
Die Riedau war gewohnt, ſich zu bezwingen; bei dieſem unerwarteten Befehl konnte ſie aber das Zucken ihrer Lippen nicht bergen, obgleich ſie dieſelben faſt blutig biß.—„Die gnädige Frau Gräfin haben über mich zu beſtimmen,“ ſagte ſie.„Wann werde ich reiſen?“
Da konnte Cajetana, welche erſchrocken war, als ſie dieſe Wendung der unſeligen Angelegenheit hörte, nicht länger an ſich halten:„Nimmermehr!“ rief ſie, alle Rückſichten vergeſſend, ihr eigenes Verhältniß, die ganze Welt der Formen und Convenienzen.„Ich bin die Ur⸗ ſache— entfernen ſie mich; an mir iſt es, dies Haus zu verlaſſen, und ich bitte Sie noch einmal von Grund mei⸗ nes Herzens—“
„Thörichtes Kind!“ unterbrach ſie die Gräfin be⸗ fremdet, aber nicht unfreundlich.„Du biſt zu aufgeregt,


