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König von Navarra“— viel andere könnten wir dann noch nennen. Wir haben aber Frauen in
beſchränktern Kreiſen im Sinn, deren Geiſt nur im Hauſe und in der Familie wirken kann. Wanda Tarnowska, die Schweſter des Kronfeldherrn von Polen, welche noch als halbes Kind an Heinrich von Linden, damals einen reichen und angeſehenen Edel⸗ mann, verheirathet worden war, hätte nun ihrem Gatten ein ähnliches Wort und mit gleichem Rechte ſagen können, als Katharina von Foir ihrem Ge⸗ mahl. Aber ſie ſchwieg und faßte nur den Fremden auf dem Gartenthurm, der ſich ſchon benahm, als ſei er Herr auf Läßnitz, ſchärfer ins Auge.
„Wie?!“ rief ſie plötzlich.„Iſt das nicht Dein Erdmann Haugwitz?“
„So wahr ich lebe!“ ſagte Linden.— Sie fuhren heran, es war Haugwitz in der That, der ſie von oben lebhaft grüßte und ihnen zurief, er werde gleich bei ihnen ſein, worauf er verſchwand. An der Einfahrt kam er ihnen dann ganz außer Athem ent⸗ gegen, hatte auch ſchon einen Knecht bei der Hand, der ſich des Pferdes und Wagens annehmen ſollte. Das abgebrannte Schloß war zwar nicht wieder aufgebaut, aber Ställe und Scheunen, ſoviel die Wirthſchaft erforderte, hatte der Sohn, welcher das


