Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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„Doch wäre es zu ändern geweſen,“ verſetzte ſie,„mit etwas Entſchloſſenheit und Kraft zum Han⸗ deln. Aber ich will nicht mehr davon reden, Hein⸗ rich, Du haſt Recht.“

„Da iſt das Mauerthürmchen— ſiehſt Du's?“

Das kleine Thürmchen mit der Plateform, das zur Umſchau in der Mauer aufgerichtet war, wurde im üppigen Hollundergrün ſichtbar, zugleich aber be⸗ merkte das ſcharfe Auge der Frau von Linden, daß ein Mann oben ſtand. Es mochte der künftige Be⸗ ſitzer von Läßnitz ſein! Sie äußerte dieſen Gedan⸗ ten und wünſchte die unangenehme Begegnung zu vermeiden. Aber ihr Gatte hatte nun ſchon in den feſten Feldweg eingelenkt, welcher zu der Mauer und längs derſelben zu dem großen Eingange des Herrenhofes führte, und wollte, ſoweit gekom⸗ men, nicht wieder umkehren. Sie hatten doch ein⸗ mal den weiten Weg von ihrem jetzigen Wohnorte, dem Landgute ihres älteſten Sohnes gemacht, um von Läßnitz auf immer Abſchied zu nehmen: ſein Wunſch, ſagte Herr von Linden, ſei es nicht gewe⸗ ſen, ſondern Wanda's, und ſie habe ihn durchgeſetzt, obgleich ſie davon nur neue Bekümmerniß haben könne, nun müſſe es, wie er ſich echt ſchleſiſch ausdrückte, ausgetitſcht werden bis zum letzten