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ſchlechten Brescianer geſcholten haben, daß ich meine Pflicht der Gaſtlichkeit ſo übel wahrnehme.“
Bernhard folgte ihm, er wurde von allen, die unterdeſſen mehr von ihm gehört haben, ſehr zuvor⸗ kommend empfangen, beſonders die Frauen fanden an ſeiner männlichen Schönheit, dem ſchwarzen ſüd⸗ lichen Haar und den blauen nordiſchen Augen, großes Gefallen und zogen ihn, wo ſich Gelegenheit fand, in ihr Geſpräch. Fiorina jedoch war noch immer nicht unter ihnen, und ſo natürlich es ſchien, daß Bernhard die Tochter des Hauſes vermiſſen und nach ihr fragen mußte, fand er erſt ſpät gegen die Mutter, neben welcher ihm der Platz angewieſen war, den Muth dazu.
„Fivrina iſt krank,“ wurde ihm zum Beſcheide. Auf ſeine weitern theilnehmenden Erkundigungen konnte er nur ganz allgemeine Auskunft erlangen. Frau Margherita war überhaupt nicht ſehr zugäng⸗ lich für ihn, und er konnte den Gedanken nicht ab⸗ wehren, daß er ihr kein angenehmer Gaſt im Hauſe ſei, obgleich ſie es weder an Aufmerkſamkeit, noch ſelbſt an Freundlichkeit fehlen ließ. Wenn das aber der Fall war, ſo durfte er nicht bleiben! Wer gab ihm jedoch Gewißheit darüber? Ohne weiteres auf dieſen Verdacht hin das Haus zu verlaſſen, ſchien


