Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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in ihm war getroffen, daran durfte er nicht denken, ohne Vorwurf nicht! Denn hatte er einſt gefehlt, ſich hinreißen laſſen, wo er doch ganz andere Pläne

hegte, ſo war es jetzt, wo dieſe Pläne zerronnen

waren und nichts ihn gehindert hätte, ſich ganz den alten Gefühlen hinzugeben, ein neuer, viel ſchlim⸗ merer Zwieſpalt, der in ſeiner Bruſt gefährliche Stürme weckte. Die lauten Stimmen, welche in lebhaftem Wortwechſel von drüben, wo die Ver⸗ wandten des Hauſes verſammelt waren, zu ihm her⸗ überdrangen, blieben vor den lautern Stimmen ſeines Innern, die ſich unter einander anklagten und entſchuldigten, unvernommen; er war auch ſchon zu ſehr an das italieniſche Weſen gewöhnt, um in jedem heftigen Stimmengewirr einen Streit zu hören. Hier war es freilich nicht weit davon.

Nach einiger Zeit kam ſein Wirth, von Ma⸗ rani begleitet, zu ihm, erſterer entſchuldigte die ſchlechte Aufnahme, die er gefunden, mit dem Drange der Umſtände, in welchem die Frauen leicht den Kopf verlören; letzterer freute ſich, den jungen Kavalier, der ihm einſt Reiſegeſellſchaft und mit der Ueber⸗ nahme ſeiner Briefe nach Venedig einen wichtigen Dienſt geleiſtet, wiederzuſehen und hoffte, bald in engſter Verbindung mit ihm zu ſtehen, da er von