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Euch verändert in der Sonne der Levante! Ich grüße Euch.“
„Wahrhaftig, Signor Bernardo!“ ſagte jetzt auch der erſte, der, als Einheimiſcher, ihn von dem verhängnißvollen Durchſchreiten des Raumes zwiſchen den beiden Säulen, der ſeit alter Zeit verfehmt iſt, abgehalten hatte.„Willkommen in Venedig, Herr Ritter, darf man doch wohl ſagen?“
„Das bin ich nicht, hoffe es aber zu werden, wenn auch nicht ein Ritter des heiligen Johannes von Jeruſalem,“ antwortete der Fremde.„Damit iſt es vorbei, Meiſter Andrea.“
„Hab' ich's Euch nicht geſagt?“ rief der Ve⸗ netianer lebhaft.„Und hat es Euch mein Bruder Filippo nicht geſagt? Aber kommt, Signor Bernardo, Ihr ſeid mein Gaſt— Ihr wolltet doch wieder zu mir kommen.“
„Euch meine Schuld abtragen—“
„O redet mir davon nicht! Schuld, Schuld! Bin ich ein Jude?“
„Es freut mich, daß Ihr kein Jude ſeid,“ er⸗ wiederte der Fremde lachend,„denn ich wollte Euch ſagen, aber Ihr ließt mich nicht ausſprechen. Euch meine Schuld abtragen, kann ich zwar noch immer nicht, doch wollt' ich Euch wenigſtens begrüßen und


