Teil eines Werkes 
1. Bd. (1857)
Entstehung
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Prinz, der unter ihm diente, in Brescia ein. Da mußten die reichſten Bürger den franzöſiſchen Herren Quartier geben und auch zu meinem Schwager Fi⸗ lippo legte ſich ein alter Edelmann ein, bei welchem oft Verſammlung der Hauptleute war. Wie es zu⸗ gegangen, daß der Prinz, welcher immer dazu kam, die Fiorina erblickt, weiß ich nicht, aber natürlich wird es Euch ſein, da Ihr ſie kennt, daß er ihre Schönheit bewunderte und ſeit der Stunde alles daranſetzte, ſie wiederzuſehen. Nicht wahr, Si⸗ gnor, jede andere wäre einem ſolchen Liebhaber ent⸗ gegengekommen? Ihr ſchüttelt den Kopf vor Er⸗ ſtaunen, ganz recht. Fiorina widerſtand jeder Ver⸗ ſuchung, und als gar freche Geſellen, die ſich dem Prinzen beliebt machen wollten, eines Tages ſie mit Gewalt zu entführen verſuchten, was jedoch durch das Dazwiſchentreten gleichviel, weſſen! miß⸗ lang, da war ihres Bleibens nicht mehr in Brescia; der Prinz, welcher von dem Anfall gehört, ließ zwar durch einen angeſehenen Ritter, der weitberühmt in ganz Italien iſt, mit Namen Bayard, feierlich dem Vater Fiorina's verſichern, daß jene That ohne ſein Vorwiſſen geſchehen und von ihm höchlich miß⸗ billigt werde, daß er ſelbſt, nur hingeriſſen von der Schönheit der Jungfrau, ihr ſeine reine Huldigung