Teil eines Werkes 
2. Bd. (1858)
Entstehung
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näher kamen und ſo dem Geſpräch, das ihre ganze Geiſtes⸗ kraft in Anſpruch nahm, ein Ende machten.

Habt Dank, ſagte der Herzog noch in freudiger Aufregung,daß Ihr mir das verſprochen habt!

Was hätt' ich Euch verſprochen? fragte Kunigunde betroffen.

Aber ſeine Antwort blieb aus, denn die beiden Her⸗ ren ſpornten ihre Pferde bereits über den Graben in un⸗ mittelbarer Nähe und einer von ihnen, es war der Kanzler Hans Purch, den die Erzherzogin nicht beſonders achtete, weil er ſeinen Fürſten noch kürzlich zu verderblichen Schrit⸗ ten bewogen hatte, fragte ſchon von Weitem, wo ſein Herr zu finden ſei: gute Nachricht habe er ihm zu verkünden, welche gleich nach dem Auszuge eingetroffen ſei, darum habe er flugs ſatteln laſſen, um den Erzherzog wenigſtens auf Amras zu treffen.

Die Jagd hatte ſich aber mehr in die Thalebene hin⸗ ein gezogen und Kunigunden's ſcharfes Auge glaubte ihren Oheim unter den einzeln zerſtreuten Jagdgenoſſen zu er⸗ kennen; ſie zeigte dorthin und der Kanzler geſellte ſich zu ihnen. Auch die beiden Hoffräulein der Erzherzogin Ka⸗ tharina, welche dieſe, zur eignen Freude der jungen Mäd⸗ chen, ihrer Nichte zum Geleit auf die Jagd mitgegeben hatte, waren mit ihren Begleitern jetzt näher gekommen und an den Kern ſchloſſen ſich bald noch Mehrere, deren