Teil eines Werkes 
2. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

r

e ſe . ir ſe or r

en es

17

königlichen Procurators, das ihm zu gleicher Zeit als Salon diente. Lange nußbäumene Bücher⸗ regale nahmen faſt das ganze Täfelwerk ein. In der That eine ſchöne Bibliothek, deren Füße in Foliobänden, deren Magen in Quartbänden und deren Kopf in Octavbähden beſtand. Einige ver⸗ ſchämte Duodezbände zeigten ſich da und dort unter den Kränzen, nicht unähnlich den ſeltenen Haaren eines Kahlen. Was das Octodezformat betrifft, ſo hatte die Bibliothek es, als viel zu gering, gänz⸗ lich verſchmäht; es war, wie Grippe⸗ Soleil ſich ausdrückt, die ganze vermaledeite Prozeßbude, von den Inſtitutionen des Gaius bis zum Merlin'ſchen Repertorium. Sonſt nur wenige wiſſenſchaftliche Bücher; ſchöngeiſtige Werke gar keine. Dieſer Höhle entſtieg aus allen Poren ein Staub⸗, Leder⸗ und Kleiſtergeruch, der für einen Bücherliebhaber recht angenehm ſein konnte, einem Profanen aber die Kehle chiunei mußte. Ein mit Prozeßacten und andern Papieren bedeckter und von dem unvermeid⸗ lichen, grünſaffianenen Lehnſeſſel begleiteter Schreib⸗ tiſch; eine Pendeluhr, auf einem Marmorſtücke ruhend, das eine Themis darſtellte; zwei Candela⸗ ber von ziemlich ſchlechtem Geſchmack, ein Canapee und Lehnſeſſel von gelbem Utrechter Sammt ver⸗ vollſtändigten ein altes, abgeſchoſſenes Mobiliar, wozu das etwas pedantiſche Aeußere des jungen Magiſtrats einen recht paſſenden Rahmen bildete, worin aber der elegante Puyſeul ſo fremd ſchien wie ein e der ſich zufällig in einen Gänſeſtall verirrt at

Nachdem der Reiſende ſich ſeinen Schlafrock und

Bernard, Ausgew. Erzählungen. A. 2