Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

* TS

8

X

F 4

317

tion zurückhältenden Weiſe ihm beantwortet worden. Um nun die Abende auszufüllen, mit denen er nichts mehr anzufangen wußte, beſuchte er die Theater, und ſo traf er im Foyer der großen Oper den Ge⸗ neral Thorignon, den er einige Zeit zuvor beſucht hatte. Nachdem man einige alltägliche Phraſen über das Tanzen der Fräulein Taglioni gewechſelt, nahm der alte Militär Hippolyts Arm mit einer Vertraulichkeit, welche durch die Verſchiedenheit ihres Alters ſich rechtfertigen ließ.

Ich bin Ihnen Genugthuung ſchuldig, ſprach er,denn ich weiß nun Alles; und daß es Ihnen widerſtrebte, ſich mit dem Oberſten zu ſchlagen, hat nun nichts Befremdliches mehr für mich. Ich be⸗ greife, daß man ſich erſt ein wenig beſinnt, wenn man ſeinem Schwiegervater gegenüberſtehen ſoll.

Herr Lareynie iſt mein Schwiegervater nicht, bemerkte Randeuil.

Noch nicht, ich weiß es; aber iſt Ihnen die Luſt vergangen, ihn zum Schwiegervater zu bekom⸗ men? antwortete der General lächelnd.

Es ſcheint mir unmöglich, daß er es je werde, verſetzte der junge Mann kalt.

Ich ſage Ihnen dagegen, nichts iſt unmöglich, hob der alte Militär in herzlicher Weiſe wieder an; hören Sie mich. Ich bin der ſchlechteſte Diplomat von der Welt, kommen wir darum lieber gleich zur Sache. Ich habe Erkundigungen über Sie einge⸗ zogen und erfahren, daß Sie, bei Ihrer grundſätz⸗ lichen Friedfertigkeit, vergangenes Jahr einen der Löwen der Vorderlogen gehörig gezeichnet haben. Ich ſehe, Sie ſind, was man ſo einen artigen jun⸗