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ſie ſehen und kannſt mir dann ſagen, ob ich im Geringſten übertreibe; denn ſie macht gar kein Hehl aus ihren Untugenden, und ich bin vollkommen ge⸗ wiß, daß ſie, ehe es noch Abend iſt, dir Gelegenheit geben wird, ſie zu beurtheilen. Du denkſt nicht ans Heirathen, Francis; du erſparſt dir damit der Wider⸗ wärtigkeiten nicht wenige.“
„Ich— heirathen!“ rief Dramond, der wäh⸗ rend dieſes Zwiegeſprächs ſeinen Koffer aufgeſchloſ⸗ ſen hatte, um ſich umzukleiden.„Ich— heirathen! Pfui! die Ehe iſt ein Hafen, ein Sicherheitsort, und ich— liebe das offene Meer. Du heiratheſt, und daran thuſt du wohl; der ſchwellende Bauch, die ausgehenden Haare verkündigen dir, daß die Site der Che für dich geſchlagen; ich aber blühe noch.“
„Die ſchöne Roſel“ hohnlächelte Teiſſier.
In dieſem Augenblicke zog Dramond einen Frack aus ſeinem Koffer hervor, und da fiel eine gelbe, verdorrte Roſe aus einer der Taſchen auf den Bo⸗ den des Zimmers. Der junge Mann hob ſie auf und betrachtete ſie einen Augenblick mit einer Miene, worauf Staunen ausgedrückt lag.
„Du ſprichſt von Roſen,“ ſprach er;„ſieh, da iſt eine, die ich nicht an ſolchem Orte vermuthete, und die ſich ſo recht abſichtlich hier zu finden ſcheint, um mich zu erinnern, wie unwürdig ich noch bin, auf das Sacrament der Ehe Anſpruch zu machen⸗ Siehſt du, lieber Ariſtides, ſo unbeſonnen und leicht⸗ ſinnig ich den Menſchen erſcheinen mag, ſo bin ich im Grunde denn doch ein merkwürdig vernünftiger Menſch. Bin ich einmal copulirt, ſo bin ich feſt


