Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
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Haſt du dann erfahren, wie irgend ein Vetter⸗ chen ſchon vor dir ſich in ihrem Herzchen eingeniſtet? Sie hat ebenſo wenig Vettern, als das wohl⸗ bekannte Lamm in der Fabel Brüder hatte; auch bin ich vollkommen gewiß, daß ſie noch nie geliebt.

Mit alleiniger Ausnahme Soliman's.

Du kennſt Soliman! rief Teiſſier, in ſeinem Stuhle unwillkürlich ſich in die Höhe gehoben füh⸗ lend;hat er dich gebiſſen2

Im Gegentheil, er hat von mir einen tüchtigen Schlag zum Andenken bekommen.

Lohne dir das der Himmel! Dieß Mal haſt du den Finger auf die Wunde gelegt: dieſe ver⸗ maledeite Beſtie iſt an all meinem Kummer Schuld.

Wie ſo das?

Es iſt dir bekannt, daß ich die Beſtien über⸗

haupt und die Hunde insbeſondere nicht leiden kann.

Dieſer da hat das ohne Zweifel auf meinem Ge⸗ ſichte geleſen; denn ſeit meiner Ankunft bezeigt er mir einen wahrhaft tödtlichen Haß, und nie läßt er eine Gelegenheit vorübergehen, ohne daß er mir an die Beine geht. Beim erſten Male habe ich ge⸗ lacht; beim zweiten habe ich mich wohl einer Gri⸗ maſſe nicht zu erwehren vermocht; beim dritten habe ich verlangt, daß Soliman in ſeinem Stall an die Kette gelegt werde. Gern nun hätte Herr Simart dieſem meinem Wunſche entſprochen, aber da hat Fräulein Cöleſtine Soliman's Partei ergriffen, mir vorwerfend, ich wolle ihn ungerechter Weiſe ſeiner Freiheit berauben, und mich einen hartherzigen, ungefälligen, fühlloſen Menſchen ſcheltend. Dieſer dumme Streit dauert nun ſchon eine volle Woche;