Teil eines Werkes 
1. Bd. (1859)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

6

ſten, der Sommer im Süden und der Winter im Norden.

Von dieſer ſculpturalen Allegorie geführt, wand ſich der junge Mann glücklich aus einem Labyrinth von Fußwegen heraus, worin er ſich ſonſt verloren haben würde. Fünf Minuten darauf ſtand er vor einer Thüre, die von zwei Löwen aus Terra⸗Cotta bewacht war und deren Ausſichtslücke ihm geſtattete, die Hertlichkeit definitiv zu erkennen. Verſichert, daß er vor dem rechten Hauſe ſtehe, wiſchte er jetzt in dem längs der Wand wachſenden Graſe den Staub ſeiner Stiefeln ab, knüpfte ſeine Cravate beſſer, fuhr ſich mit der Hand durch die Haare, um dort die Unordnung zu tilgen, welche von einer in der Diligence zugebrachten Nacht unzertrennlich iſt, und machte, mit einem Worte, jene ſummariſche Toilette, welche ein Regiment ſich vorzuſchreiben pflegt, bevor es die Stadt betritt, wo es nun gar⸗ niſoniren ſoll. Dann läutete er an.

Iſt hier das Haus des Herrn Simart? fragte er eine Art Knecht, der, in Sonntagskleidern ſteckend, ihm aufmachte.

Unſer Herr iſt ausgegangen, antwortete der Knecht, am Halsband einen gewaltigen ſchwarzen Haushund zurückhaltend, der etwas minder fried⸗ fertig ausſah als ſeine Nachbarn, die Löwen, und, ohne ſich im Mindeſten zu geniren, die Worte der beiden Gegenredner mit ſeiner Stallhofſtimme be⸗ deckte.

Dieſes Lärms überdrüſſig, hob der Reiſende einen Stock in die Höhe, den er in der Hand hielt, und ſchlug damit die bellende Beſtie derb auf die