Teil eines Werkes 
7. Bd. (1859) Sammlung
Entstehung
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Die Hochzeitsreiſe.

Edmund. Ich kann Euch wohl ſagen, wie das zu ſammenhängt.

Hahnenſporn. Nun?

Edmund. Die Frau iſt ihm vermacht worden.

Hahnenſporn. Als Erbſchaft?

Edmund. Ziemlich ſo. Vor einem Vierteljahre ſtarb der Oheim des Herrn Profeſſors und hinterließ ſein Ver⸗ mögen von etwa dreißigtauſend Thalern ſeinen beiden Bruderskindern, unſerm Herrn Profeſſor und ſeiner Baſe, mit der Bedingung, daß ſie ſich heirathen ſollten. Wenn Eines von Beiden nicht auf die Heirath eingehen wollte, ſo fällt das ganze Vermögen dem andern Theile zu.

i Hahnenſporn. Hm, ſo kann ich es mir erklären,

Freißigtauſend Thaler ſind allerdings ein Grund. Der Herr Profeſſor wird gedacht haben, mit ſo ſchönem Ver mögen kann er ſeiner Leidenſchaft, Bücher zu ſammeln, recht nachhängen. Ich weiß aber doch nicht, wie der Herr

Profeſſor mit der Frau zurechtkommen will, er iſt viel zu

gelehrt, um mit Weibern umgehen zu können, und aus den alten Claſſiciſten hat er es ſicher nicht gelernt.(Steht auf.) Wir wollen aber doch den Koffer in das Schlafzimmer ſchaffen.

Edmund. Was mag wohl darin ſein, Hahnenſporn?

. Hahnenſporn. Hm, allerhand Krimskrams: Klei⸗ der, Schürzen, Bänder, Flittertand, was ſo Frauenzimmer brauchen.

Edmund. Hahnenſporn, ſeht, der Koffer iſt offen!

Hahnenſporn. Alle Wetter, wahrhaftig! Da iſt

die fal ſch

ſie

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