Teil eines Werkes 
7. Bd. (1859) Sammlung
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Die Hochzeitsreiſe. 7

Edmund, unſere eigene Natur, gewiſſermaßen eine innere n Stimme warnt uns vor den Weibern.

n 3 Edmund. Ach, warum nicht gar! Hahnenſporn. He, nicht? Wenn Sie mit einem h Frauenzimmer, beſonders mit einem jungen und hübſchen zuſammen kommen, werden Sie da nicht verlegen? Edmund. Das iſt wahr! Hahnenſporn. Sie ſchlagen die Augen nieder, Sie

werden roth, Sie trauen ſich nicht zu ſprechen, Sie fühlen eine gewiſſe Beängſtigung? Edmund. Das iſt wahr.

Hahnenſporn. Sehen Sie, das iſt die innere Stimme,

das iſt der Inſtinet der Natur, der Sie vor den Frauen

zimmern warnt. Edmund. Hm, hm! Gir ſich) Die Beängſtigung iſt ten gar nicht unangenehm und kommt mir gar nicht vor wie 3 ich eine Warnungsſtimme. rer Hah nenſporn. Ich begreife den Herrn Profeſſor da nicht. Iſt auch niemals mit Frauenzimmern umgegangen, war Famulus wie Sie bei dem ſeligen Profeſſor Oechslein, auch ein wackerer Junggeſelle, da durfte niemals ein Frauen ger zimmer in das Haus. Und ſo hat es der Herr auch hier hat gehalten ich beſorgte die ganze Haushaltung. Ich weiß, ſo 1 der Herr Profeſſor hält Richts auf die Weiber, und iſt doch jetzt zweiunddreißig Jahre alt, wo er über die Jugendſtreiche hinaus ſein könnte. Und auf einmal fällt es ihm ein, zu heirathen ich begreife es nicht. 5 1