Die Hochzeitsreiſe.
Zweiter Auftritt.
Edmund. Hahnen ſporn mit einem Koffer auf der Schulter).
Hahnenſporn. Uf, der iſt ſchwer! Helfen Sie, Herr Famulus!(Bringt mit Edmunds Hülfe den Koffer auf die Erde, ſetzt ſich darauf und troanet ſich den Schweis) Das iſt eine Schlepperei! Ich habe es mir gedacht, die junge Frau hat noch keinen Fuß in das Haus geſetzt und ſchon geht die Scheererei los! Alſo heute Abend kommt ſie, die junge Frau. Na, es thut mir leid; ich habe dem Herrn Profeſſor gern gewichſt und dem Herrn Famulus auch, aber ich ſehe es kommen, nicht acht Tage bin ich mehr im Hauſe.
Edmund. Warum nicht gar! Der Herr Profeſſor hat ausdrücklich geſagt, daß durch ſeine Heirath nicht das Ge⸗ ringſte in der bisherigen Hausordnung geändert werden ſoll. Jeder behält ſein Amt und ſeine Verrichtung nach wie vor.
Hahnenſporn. Hat das der Herr Profeſſor gefagt?
Edmund. Es ſind ſeine eignen Worte.
Hahnenſporn. Wir werden ja ſehen, werden ja ſehen! Der Herr Profeſſor ahnt in ſeiner Unſchuld gar nicht, was die junge Frau für Verwirrung im Hauſe an⸗ richten wird.
Edmund mai). Hahnenſporn, Ihr ſeid ein erfahrener Mann— ſind denn die Frauen wirklich ſo ſchlimm? Hahnenſporn. Na, ob! Sie armes Schaf, mit


