Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857) Sammlung
Entstehung
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300 Der Weiberfeind.

Betty. Nein.

Guſtav. Als Zeichen der Verſöhnung!

Betty. Nein. Wenn du acht Tage recht brao ge⸗ weſen biſt, ſonſt nicht.

Guſtav. Aber, ſüßes Weibchen

Betty. Aber, ſüßes Männchen es geſchieht nicht. Ich will auch meinen Willen haben. Jetzt komme zum Frühſtück!

Guſtav. Biſt du auch wieder gut?

B

Guſtav. Ganz gut!

Bett9(ehnt ſich an ihn). Muß man doch Nachſicht mit euch ſchwachen Männern haben.

Guſtav. Du biſt ein Engel! Gieht ſie zum Tiſch, ſie ſetzen ſich.)

Betth(einſchenkend). Wo willſt du heute Morgen hin? Du biſt ſchon gerüſtet?

Guſtav. In den Wald, ich muß Holz fällen laſſen!

Betty(reicht ihm eine Taſſe). Nimm?

Guſtav. Denk an Vielliebchen!

Betty(ſchlägt ihn auf den Mund). Pfui, wie garſtig!

Guſtav(achend). Ja, Kind, dies Mal fängſt du mich nicht!

Betty(ſchmollend). Man merkts, daß wir verheirathet

ſind.

Guſtav(lachend). Schon vierzehn Tage!

Betty. Sonſt verlorſt du aus Galanterie abſichtlich die Vielliebchen