Teil eines Werkes 
2. Th. (1827)
Entstehung
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zu ſehen, waͤhrend ich von ihm ſcheiden mußte. Ich weinte, und konnte doch lange noch nicht meine Augen von dem geliebten Lande abwenden. Endlich ging ich, uͤberwaͤltigt von meiner Trauer, wöch in das ſtille Doͤrfchen.

. Ich fand meinen Vater nicht in dem Wirths⸗ hauſe, doch ein allerliebſtes ſchwarzäugiges Mäd⸗ chen ſagte mir, in halb franzoͤſiſcher, halb bas⸗ kiſcher Sprache, der alte traurige Herr ſey in die Kirche gegangen, die Meſſe zu hoͤren; dort werde ich ihn ſicher finden. Wirklich ſah ich ihn auch, als ich in die Kirchthuͤr trat, in einem Winkel auf den Knieen liegen und inbrunſtig beten. In ſeinem Blicke, ſeinem ganzen Weſen lag eine ſo ruͤhrende Ergebung, daß ich mich zur innig⸗ ſten Bewunderung hingeriſſen fuͤhlte.

Ich blieb bis zur Beendigung der Meſſe in der Kirche, und bemerkte, daß der Gottesdienſt hier erhahener und erhebender war, als in un⸗ ſeren groͤßten Kirchen, von unendlichem Pompe begleitet. Freilich ſah man hier nicht ſo viele vergoldete Heilige und Altäre, ſo viele Bilder der heiligen Jungfrau, in prachtvolle Gold⸗ und Silberſtoffe gekleidet, ſo viele werthvolle Ge⸗ mälde, aus Mangel an Sorgfalt halb zerſtört, aber dafuͤr herrſchte mehr Einfachheit, und unter