3—
Schlag auf und— Himmel! wie vom Donner gerührt, ſtand ich da. Die Theure war mir entriſſen worden; ſie mußte in dem Augen⸗ blicke aus dem Wagen gehoben worden ſeyn, als ich auf den Kutſchenbock ſprang. Jetzt wollte ich in dem nächſten Dorfe Hülfe haben; doch die Bedächtigkeit der Menſchen war zu groß. Ich nahm ein Reitpferd, um im näch⸗
ſten Städtchen die Rettung zu finden für meine
erkorne Braut, die mir hier unmöglich werden konnte; aufgeregt im höchſten Grade, trieb ich das Pferd über ſeine Kräfte an; es ſtürzte, hob ſich wieder in die Höhe, bäumte und über⸗ ſchlug ſich, ſo daß ich unten zu liegen kam und an zwei Stellen das Bein brach. Nun war das Maß meines Elends voll. Hülflos lag ich da bis gegen Morgen, da denn ein Kärr⸗ ner, der vorüber fuhr, mich auf ſeinen Kar⸗ ren lud, und nach dem Städtchen brachte. Unſägliche Schmerzen mußte ich leiden und mich augenblicklichen, höchſt ſchmerzlichen Ope⸗
rationen unterwerfen. Mein Schmerz wurde U 2


