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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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ihrein Gemahle auf deſſen Landſitz, welcher an der Kuͤſte des Meeres, in der Gegend von Gir⸗ genti lag. Sein Lieblingsvergnuͤgen war, die abgehenden und ankommenden Schiffe, welche einen Theil ſeiner Reichthuͤmer trugen, zu beob⸗ achten; Bianca dagegen ward durch den Anblick des Meeres nur truͤbe geſtimmt, da jedes Segel ſie an das Schiff erinnerte, welches ihren gelieb⸗ ten Tebaldo von hier hinweggetragen hatte.

Es war in jenen Tagen nichts Ungewoͤhnli⸗ ches, daß die Barbaresken, dieſe Habichte des Mittellaͤndiſchen Meeres, ploͤtzlich an unſeren Kuͤſten landeten, und außer anderer Beute auch Maͤnner und Weiber mit ſich hinwegſchleppten, welche ſie, wenn ſie nicht etwa Loſegeld erhiel⸗ ten, als Sklaven verkauften. So landeten ſie auch einſt, während Mercanti, der Gemahl Bian⸗ ca's, in Palermo war, in der Nacht unfern ſei⸗ nes Landgutes, pluͤnderten dies aus, und ſchlepp⸗ ten Bianca mit ſich hinweg. Den Schrecken kann man ſich kaum denken, den ſie empfand, als ſie bei dem grellen Scheine ihrer eigenen, in Flammen geſetzten Wohnung ſich in der Mitte dieſer wilden ſchwarzen Geſichter ſah; nicht ein⸗ mal die Sprache der Barbaren, die jetzt die Ge⸗ walt uͤber ihr Leben oder ihren Tod in Haͤnden hatten, verſtand die Arme. Dazu kam noch, daß

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