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Ausgewählte Erzählungen / aus dem Engl. des Thomas Hood. Frei übers. von Gustav Sellen
Entstehung
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res eigenen Landes. Oft verleitete Antonio's kuͤh⸗ ner, unternehmender Geiſt ihn, ſich in die augen⸗ ſcheinlichſte groͤßte Gefahr zu ſtuͤrzen, aber eben dieſe Verachtung der Gefahr, verbunden mit aus⸗ gezeichneter Herzensguͤte und Menſchenliebe, machte ihn auch oft zum Rettungswerkzeuge fuͤr Andere. So rettete er zum Beiſpiel mich ſelbſt vom Er⸗ trinken, und dies befeſtigte uns noch mehr in dem Wahne, daß unſer Beider Leben gegenſeitig von einander abhaͤngig ware; zugleich ſteckte es

auch meinen Neckereien daruͤber, daß er allein un⸗

ſer Leben ſo⸗ oft⸗ muthwillig auf das Sii ſetze, ein Ziel.

Der Dienſt, den er mir giiſtet, verſchaffte ihm eine freundliche, wohlwollende Aufnahme in dem Hauſe meines Oheims, und gab ihm ſo Gelegenheit, ſich oͤfters der Geſellſchaft ſeiner ge⸗ liebten Iſabelle zu erfreuen. Beide Liebende kann⸗

ten aber die Strenge und Faͤlte des Vaters zu

wohl, um mehr als ein heimliches Geſtändniß ih⸗ rer gegenſeitigen Neigung zu wagen. Meine lie⸗ benswuͤrdige Couſine weinte der traurigen Noth⸗ wendigkeit, welche ſie zwang, dem Vater ihre Liebe zu geſtehen, unzählige verſtohlene Thraͤnen. Endlich entſchloß ſie ſich dennoch, als er ſich zu einer laͤngern Reiſe nach Madrid vorbereitete, da⸗ mals ein Unternehmen, welches mit mancher Ge⸗

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