Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Links auf den Wällen der Stadt(denn rechts um⸗

zingelt der Bach ſie)

Reihen die duldenden Aeneaden dem Feind ſich ent⸗ gegen,

Halten die weiten Gräben beſetzt, und ſtehn auf den hohen

Thürmen trauernd, ſo wie ſich bewegten der Jüng⸗

linge Häupter,

Zu bekannt nur den Armen und triefend von ſchwärz⸗ lichem Blute.

Unterdeß eilet geflügelt der Ruf die bebende

Stadt durch;

Alles erzählt er, und trifft an das Ohr von Eurya⸗ lus Mutter.

Kalter Schauer eigreift der Unglücklichen Glieder, es ſtürzet

Ihr aus den Händen das Webſchiff; los windet die Wolle ſich wieder.

Auf fliegt ſie, die Eilende, läuft mit weiblichem Heulen,

Ausgeriſſen das Haar, zu den Mauern und vorder⸗ ſten Reihen,

Sinnlos; der Krieger gedenket ſie nicht und nicht der Gefahren,

Nicht der feindlichen Pfeil und füllt den Himmel mit Klage:

So Euryalus, ſo muß ich dich erblicken! du konnteſt, Meinem Alter zur Stütze beſtimmt, alleine mich laſſen, und nicht einmahl, da du ſolchen Gefah⸗

ren dich darbothſt, Ward ein Lebewohl der elenden Mutter vergönnet.