Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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Niſus ſtand als Wächter am Thor, ein rüſtiger Kämpfer,

Hyrtacus Sohn, Aeneen geſandt von der Jägerinn

Ida,

Neben ihm ſein Gefährt', Euryalus; keiner der Tro⸗ jens

Waffen trug, war an Schönheit mit ihm zu ver⸗ gleichen; dem Knaben

Hatte die bartloſe Wange der Lenz des Lebens ge⸗ ſchmücket.

Gegenſeitige Freundſchaft verband ſie, ſie ſtürzten in Kämpfe 5

Mit einander, und wachten auch itzt vereinigt am Thore.

Niſus beginnt: Euryalus, wer gibt unſeren Seelen

Dieſes Flammengefühl? die Götter? oder wird Jedes

Wilde Begierd' ihm ſein Gott? längſt pocht mir das Herz ſchon nach Schlachten

Oder nach etwas Großen und haßt unthätige Ruhe:

Siehſt du, wie tief in Sicherheit ſich die Rutuler

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Wenige Feuer nur flimmern, von Wein und Schla⸗ fe begraben,

Liegen ſie da, rings ſchweiget die Gegend; itzt höre denn ferner

Was ich nun ſinn' und welcher Gedank' in der Seele

mir aufſteigt,