Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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212 In Mitte deiner Thränen ſpreche. 6 Doch nahm dein Vater ſelbſt in Tode meinen Eid, 3 Daß ich der Deine werden würde, Mit Freuden auf und ſchwur, daß nun der Leiden 3 Bürde Ihm leichter ſey; drum auf! Uns eilends zu ver⸗ d loben, Un Erheiſchen Umſtänd', Ort und Zeit. Er Mag Romulus, der dieß uns ungerecht verbeut, 180 B Wie ein gereitzter Löwe toben, 3 Ich, ein Sabiner, acht' es nicht.. Nur den Geſetzen unterthänig, 3 Erkennen wir allein als Herrſcher un ſern König, Ihm nach dem Tode noch gehorchen, das iſt pficht. ² Zwar hat Herſilia, ich will es nicht verhehlen, 2 PVordem mein Herz entzückt, doch ſeit dein Vater 2 ſtarb, S Durch die vom Romulus gedungnen Mörder ſtarb, S Wollt' ich mir eh' mit dir Tod und Verbannung 16 wählen, 6 6 Als mit Herſilien den Thron. 190 ¹ 5 Genügt dir dieß Gefühl, ſo reiche mir zum Lohn 2 18 Als Braut die Hand; ich will all die Gefahren d 1 theilen, 1 Die Romulus dir droht; nur Theure, laß uns eilen. 1 ½ Denn da Verſchub uns ewig trennen kann, . So darf kein Augenblick uns ungenützt verlaufen. 6 An deines Vaters Scheiterhaufen Zund' ich die Fackeln Hymens an. C Die löſche Romulus mit Röm'ſchem Uebermuthe, 2

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