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In dem Sabiner⸗Land und nah' bey Cures Mauern
Verbreitet ſich, durchweht von heil'gen Schauern,
Ein alter Hain: in deſſen Mitte thront
Der Ceres Tempel. Ulmen, Eichen
Und Buchen, welche ſich die Schweſternarme reichen,
Umſtehen ihn. Die hehre Göttinn wohnt
Nicht ſelten hier und athmet gern die t
Des Tempels und der Gegend ein,
Die Lüfte voll Gebeths, voll ſüßer Opferdüfte.
Denn ihre Prieſterſchaft bevölkert dieſen Hain. 10
Zerſtreuet ſtehn der Edlen Hütten,
Wo Frömmigkeit und jene ſanften Sitten
Der gold'nen Zeit zu Hauſe ſind.
Die Prieſter wandern hier getroſt mit Weib und Kind,
Von allen Sorgen abgeſchieden,
Durch ihrer Hände Fleiß ernährt,
Der beſſern Welt gewiß und werth,
Durch dieſe fort in ſüßem Frieden,
Den ſelten Leidenſchaft und niemahls Laſter ſtört.
Von grauer Weisheit ſtets geleitet, 20 Von Jugendfeuer noch entflammt, Verwaltete das hohe Prieſteramt


