Teil eines Werkes 
1. Theil (1812)
Entstehung
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In dem Sabiner⸗Land und nah' bey Cures Mauern

Verbreitet ſich, durchweht von heil'gen Schauern,

Ein alter Hain: in deſſen Mitte thront

Der Ceres Tempel. Ulmen, Eichen

Und Buchen, welche ſich die Schweſternarme reichen,

Umſtehen ihn. Die hehre Göttinn wohnt

Nicht ſelten hier und athmet gern die t

Des Tempels und der Gegend ein,

Die Lüfte voll Gebeths, voll ſüßer Opferdüfte.

Denn ihre Prieſterſchaft bevölkert dieſen Hain. 10

Zerſtreuet ſtehn der Edlen Hütten,

Wo Frömmigkeit und jene ſanften Sitten

Der gold'nen Zeit zu Hauſe ſind.

Die Prieſter wandern hier getroſt mit Weib und Kind,

Von allen Sorgen abgeſchieden,

Durch ihrer Hände Fleiß ernährt,

Der beſſern Welt gewiß und werth,

Durch dieſe fort in ſüßem Frieden,

Den ſelten Leidenſchaft und niemahls Laſter ſtört.

Von grauer Weisheit ſtets geleitet, 20 Von Jugendfeuer noch entflammt, Verwaltete das hohe Prieſteramt