der anzuführen. Unter der großen Anzahl Schilde, dig die Soalier ſelbſt tragen, oder durch ihre Gehuͤlfen an Stangen tragen laſſen, iſt einer ihrem Vorgeben nach vom Himmel herab gefallen. Er iſt, wie ſie ſagen, in Nu⸗ ma's Pallaſte gefunden worden, ohne daß ihn eine menſchliche Hand hinein getragen, und ohne daß man je in Italien dieſe Form der Schilde gekannt hätte. Aus dieſen zwey Gründen ſchließen die Römer, daß er vom Himmel gefallen ſey. Numa wollte alſo, daß er vereh⸗ ret, von den vornehmſten Juͤnglingen an feſtlichen Tagen durch die Stabt getragen und bey den jährlichen Dpfern in Bereitſchaft gehalten werde. Weil er aber die Rach⸗ ſiellungen der Feinde und eine heimliche Entwendung die⸗ ſes Fleinods furchtete, ſo ſoll er mehrere, dem vom Him⸗ mel gefallenen Schilde vollkommen ähnliche haben verfer⸗ tigen laſſen, welche Arbeit ein gewiſſer Kuͤnſtler Mamu⸗ rius übernshm; damit der himmliſche Schild wegen kei⸗ ner großen Aehnlichkeit mit den irdiſchen von denjenigen, die ihn etwa rauben wollten, nicht ſo leicht koͤnne er⸗ kanut und unterſchieden werden. Daß der Curetiſche Tanz bey den Römern angenommen und ehrenvoll ſey, ſchließe ich gus vielen Gruͤnden, beſonders aus dem Gepränge bey ihren Circenſiſchen und theatraliſchen Spielen. Denn bey allen dieſen gehen die mannbaren Juͤnglinge mit tactmäßigem Schritt und in prächtigen Kleidern einher, und tragen Selme, Degen und kleine Schilde. Dieſe ſind die Fuͤhrer und heißen bey den Roͤmern Ludones, von einem Spiele, das wahrſcheinlich die Lydier erfun⸗
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


