Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Bald ſchwimmend in zu breiten Bächen

Dich ſinken, bald den Aſt, auf dem du ſteheſt, bre⸗ chen. 50

Mein theurer Leo, uns ernährt

Das Gärtchen ja, das Pflanzen uns gewährt,

Und unſre liebe kleine Herde.

Für deinen ſchwachen Arm iſt dieſer Muth zu groß.

O mache nicht die Reh' und Tauben kinderlos,

Daß s nicht auch vielleicht durch Wölf' und Eber werde.

Vor allen dringe nie in jene Höhlen ein,

Wo ſie der Jungen Schaar dem Jägerblick ver⸗

ſtecken.

eon du dein ſelber nicht, o Kind, ſo ſchone mein!

Du faändeſt mich entſeelt von Schrecken, 60

Wenn dein verirrter Fuß in den entferntern Hain Gelocket von des Wildes Fährte, Je zaudernder, als ſonſt, zurücke kehrte. So ſagte ſie; ich aber ward, Sie zu beruhigen, auf's zärtlichſte befliſſen, Und bald erzählte ſie mir unter hundert Küſſen, Wie ſehnſuchtsvoll ſie mein geharrt, Und wie ſie unterdeß die jahrelangen Stunden Dahin gebracht; oft hat ſie auch das Bild Vergangner Zeit, und wie die Jugend ihr ver⸗ ſchwunden, Vor meinem gier'gen Blick enthüllt. Stets, ehe ſie zur Ruh' der Lämmer Fell bereitet, Hat ſie auf morgen ſchon das Frühmahl mir be⸗ reitet