Teil eines Werkes 
2. Theil (1812)
Entstehung
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Man trifft gewiß dort Zaubermittel an,

Wodurch der kleinſte Reitz erhoben,

Und Maritorne ſelbſt enthäßlicht werden kann.

Denn vielfach, ſo wie deine Fehler,

Sind meine Mittel auch; es braucht nur kluge Wähler.

Doch, Schweſter, magſt du immerhin

Zu vielen Wankelmuth, zu großen Flatterſinn

Mit Recht an mir, mit vollem Recht⸗ rügen.

Nur ewige Veränderung

Erhält die Freude neu, und die Begierde jung.

Die zaubert oft herbey und feſſelt das Vergnügen.

Wo ſie vermiſſet wird, entſchleicht

Das Chor der Grazien, und Bruder Amor weicht.

Drum ſag' ich laut, und wenn Madam' ſich auch zu Tode

Darüber ärgerte, wer ihre Früchte reift,

Wer ihre Diamanten ſchleift,

Wer ihre Fehler deckt, bin ich, die Göttinn Mode.

So ſprach ſie, wahr genug; allein die Schönheit iſt

Der Wahrheit nicht gewöhnt: ſchon zürnet ſie ent⸗ gegen.

Zum Glücke hat Cupid nah' in dem Gras gelegen.

Er hörte dieſen ganzen Zwiſt

Und ſprang hervor aus dichten Myrtenſträuchen,

Die rechtenden Parteyn als Mittler zu vergleichen.

Wozu, beginnet er, wozu ein ſolcher Streit? Ihr meines Reiches erſte Stützen,

7 Sie kann ſich das Franzsſiſche ſo wenig abgewöhnen, als manche unſerer Damen.

3.

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