Bey Loudons Tode 1790.
Femper acerba et immatura Klorum mors est, ui immortale aliquid Purant.
PliMäu.
Aſo todt? ſo fragt ſich auf der Straße Jedes Alter, jede Bürger-Claſſe,
Fragt es ſich mit einem Angeſicht,
Welches Herzensangſt und Wehmuth ſpricht, Und die Kunde noch bezweifeln möchte. Todt, ſo ſchallt's zurück; der Frager ſchweigt. Auſtria verhüllt ſich, tief gebeugt.
Denn gelähmt und kalt iſt jene Rechte, Der Jehova in den Kampf für ſie
Seine Schrecken, ſeine Donner lieh. Endlich mußt' es doch dem Tod gelingen, Nach ſo manchem nichtigen Verſuch,
Bläſſe Loudons Antlitz abzuzwingen.
O Verhängniß, in dem Trauerbuch
Dieſes Blatt jetzt eben aufzuſchlagen!
Jetzt, da von des guten Königs Tagen, Seit die Vorſicht Joſephs Auge ſchloß, Keiner noch entwölkt und heiter floß;
Da der Oſt unzählige Barbaren
Aus den fernſten Höhlen ausgeſpien,
Und ſogar die Deutſchen Brüderſchaaren, (Lügt der böſe Ruf nicht,) wider ihn, Dieſen Freund des Rechts und Friedens, ziehn:


